Bergtour auf die Amberger Hütte

von Hans-Walter Lutz

Pünktlich um 06:00 Uhr morgens starteten wir im voll besetzten Vereinsbus in Richtung Ötztal. Die Wetterprognosen für dieses Wochenende waren alles andere als gut. Sollte doch die Hitzewelle ein Ende haben und von kälterem Schauerwetter abgelöst werden.
Unterwegs gab es wieder das obligatorische Fleischworschtfrühstück mit Kaltgetränken. Gegen Mittag erreichten wir das Ötztal und schauten noch kurz in der „Area 47“ vorbei, wo alles geboten wird was Outdoorsportlern Spass bereitet.

Entgegen der Prognosen strahlte die Sonne vom blauen Himmel. Über Längenfeld erreichten wir das Sulztal, wo wir in der Ortschaft Gries den Bus abstellten und die Wanderschuhe schnürten.
Dass sich unser Team in diesem Jahr stark verjüngt hat, merkte man schon auf den ersten Metern. Die Jungs legten ein strammes Tempo vor. Vorbei an der vorderen Sulztalalm und neugierigen Kühen, erreichten wir nach knapp 2 Stunden unser Tagesziel, die Amberger-Hütte auf 2184m. An dieser Stelle gleich mal ein Lob für diese Hütte. Von der Ausstattung her und der Freundlichkeit der Hüttenwirtin Lydia und Simona, kaum zu überbieten. Uns hat es dort oben richtig gut gefallen.

 

 

Amberg4Am nächsten Tag war die Besteigung der Kuhscheibe (3189m) geplant. Auf Anraten von Lydia starteten wir bereits um 07:00 Uhr, da um 14:00 Uhr ein Wetterumschwung bevorstand. Durch das Sulztal ging es bei Sonnenschein zunächst flach dahin bis zum Lausebichl, wo die erste Steilstufe begann. Mit jedem Höhenmeter merkten wir, dass es hier oben in der vergangenen Nacht doch ordentlich geschneit hatte. Das Gelände wurde dadurch immer schwieriger. In einer Höhe von ca. 2900 Metern, entschlossen wir nach kurzer Beratung umzukehren und den Gipfel auszulassen. Unter dem hohen Schnee schaute kein Stein mehr heraus. Die Wegfindung hätte sich schwierig gestaltet und die Sicherheit ging uns vor.

Amberg3Nach anstrengendem Abstieg erreichten wir gegen 13:00 Uhr die Hütte, bevor es stärker zu regnen begann. Zwei Bergkameraden brachen nachdem der Regen nachließ nochmal in Richtung Sulzkogel auf. Den Tag endete mit einem gemütlichen Hüttenabend. Unter anderem kam auch der von Peter mitgebrachte vorzügliche Schwarzwälder Birnenbrand zum Einsatz.
Am nächsten Morgen um 06:30 Uhr betätigte Lightning-Manager Siggi den Schalter und die Nacht war vorbei. Nach gutem Frühstück stiegen wir ab und wanderten talwärts. Unser nächstes Ziel war der Stuibenfall bei Umhausen, welcher mit einer Fallhöhe von 159m der höchste Wasserfall Tirols ist. Auch hier hatten wir noch einige Höhenmeter zu bewältigen, bevor wir das Naturschauspiel genießen konnten.

Den Abschluss fand bei feinem Mittagessen im Waldcafe Stuböbele statt.
Fazit: Wieder eine tolle Bergtour, auch wenn wir keinen Gipfelerfolg verbuchen konnten. Lustige Truppe mit super Kameradschaft. Im nächsten Jahr gerne wieder.

Euer Wanderwart Hans-Walter

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